Anteil erwerbstätiger Leistungsberechtigter an allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
20,8 % 2025 · Ist
nicht-amtlichNenner: alle erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im SGB II 2025 (rund 3,9 Mio.)
Rund 0,8 Mio. von 3,9 Mio. erwerbsfähigen Leistungsberechtigten gehen einer Erwerbstätigkeit nach.
Bundesagentur für Arbeit, Analyse Arbeitsmarkt / Grundsicherung für Arbeitsuchende ·
Tabellenblatt „2.4 ELB-EWTTab"; aufbereitet in sozialpolitik-aktuell, Blatt abbIV81b · 09.07.2026 ·
Fundstelle öffnennicht-amtlichDaten amtlich (BA), Darstellung nicht-amtlich. Erscheinen mit rund drei Monaten Wartezeit.
Was die Zahl sagt
Gut jeder fünfte erwerbsfähige Leistungsberechtigte arbeitet und bezieht ergänzend Grundsicherung. Der Anteil ist seit dem Höchststand von 30,0 % im Jahr 2012 deutlich gesunken.
Was sie nicht sagt
Nichts über Kosten. Es gibt keine amtliche Größe „Ausgaben für Aufstocker“ — jede kursierende Zahl dieser Art ist modelliert. Und es sagt nichts über den größten Lohnzuschuss im System: die Erwerbstätigenfreibeträge, die als Nicht-Anrechnung nirgends gebucht werden.
Eingliederungszuschuss SGB II Lücke: Der Zuschuss ist im Eingliederungsbudget enthalten und wird dort nicht getrennt ausgewiesen. Er trägt denselben Namen wie das SGB-III-Instrument, ist aber ein anderer Topf. — nächstbeste Quelle: BA-Statistik „Einnahmen und Ausgaben im SGB II", Ausgaben je Instrument
Teilhabe am Arbeitsmarkt 252,722 Mio. € aus dem Eingliederungsbudget und 152,618 Mio. € (37,7 %) aus dem Passiv-Aktiv-Transfer. Erfasst nur gemeinsame Einrichtungen — die tatsächlichen Ausgaben liegen höher.
Einstiegsgeld Lücke: Im Eingliederungsbudget enthalten, nicht getrennt ausgewiesen. — nächstbeste Quelle: BA-Statistik „Einnahmen und Ausgaben im SGB II", Ausgaben je Instrument
Arbeitsgelegenheiten Lücke: Im Eingliederungsbudget enthalten, nicht getrennt ausgewiesen. — nächstbeste Quelle: BA-Statistik „Einnahmen und Ausgaben im SGB II", Ausgaben je Instrument
Leistungen zur Eingliederung von Selbständigen Lücke: Im Eingliederungsbudget enthalten, nicht getrennt ausgewiesen. — nächstbeste Quelle: BA-Statistik „Einnahmen und Ausgaben im SGB II", Ausgaben je Instrument
Bundesagentur für ArbeitTabellenblatt „2.4 ELB-EWTTab"; aufbereitet in sozialpolitik-aktuell, Blatt abbIV81bnicht-amtlich
Anteil Selbstständiger an allen Aufstockern
7,9 % 2025 · IstHöchststand 2015: 9,5 %
Bundesagentur für ArbeitTabellenblatt „2.4 ELB-EWTTab"; aufbereitet in sozialpolitik-aktuell, Blatt abbIV81bnicht-amtlich
Wie die 0,8 Millionen Aufstocker arbeiten
Etwas mehr als die Hälfte der Aufstocker ist sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Davon arbeitet etwa ein Fünftel in Vollzeit und etwa zwei Drittel in Teilzeit.
Minijobber machen zusammen etwa ein Drittel aller Aufstocker aus.
Die vier Untergruppen der BA-Systematik:
arbeitslos gemeldet mit Minijob
nicht arbeitslos gemeldet mit Minijob
sozialversicherungspflichtig in Voll- oder Teilzeit, Einkommen der Bedarfsgemeinschaft unter Grundsicherungsniveau
selbstständig ohne existenzsichernden Gewinn
Bei den Gruppen drei und vier wirkt die Grundsicherung als Lohnsubvention: Das
Erwerbseinkommen reicht nicht zum Lebensunterhalt, der Staat stockt auf.
Bundesagentur für Arbeit, Analyse Arbeitsmarkt / Grundsicherung für Arbeitsuchende ·
Tabellenblatt „2.4 ELB-EWTTab"; aufbereitet in sozialpolitik-aktuell, Blatt abbIV81b · 09.07.2026 ·
Fundstelle öffnennicht-amtlichDaten amtlich (BA), Darstellung nicht-amtlich. Erscheinen mit rund drei Monaten Wartezeit.
Diagramm Anteil erwerbstätiger Leistungsberechtigter im Zeitverlauf
Der Aufstocker-Anteil sank vom Höchststand von 30,0 Prozent im Jahr 2012 auf 20,8 Prozent im Jahr 2025. Absolut halbierte sich die Zahl von 1,4 Millionen auf rund 0,8 Millionen.
Anteil erwerbstätiger Leistungsberechtigter im Zeitverlauf — Datentabelle zum Diagramm
Nur die vier in der Quelle ausdrücklich benannten Stützjahre. Die Jahre dazwischen führen wir nicht, weil wir sie nicht einzeln belegt haben.
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Tabellenblatt „2.4 ELB-EWTTab"; aufbereitet in sozialpolitik-aktuell, Blatt abbIV81b · 09.07.2026 ·
Fundstelle öffnennicht-amtlich
Strukturelle Lücke
Ausgaben für Aufstocker
Warum die Zahl fehlt
Weder BA noch BMAS weisen das als Haushaltsposten oder Statistikposition aus. Es ist derselbe Regelbedarf wie bei allen anderen, nur mit angerechnetem Einkommen — eine eigene Ausgabengröße entsteht dabei nicht.
Nächstbeste Teilstatistik
Zahl der erwerbstätigen Leistungsberechtigten (rund 0,8 Mio.) aus der BA-Statistik
Wann sie erscheinen könnte
strukturell nicht vorgesehen
Der größte Kombilohn im System — und er taucht nirgends auf
Die Erwerbstätigenfreibeträge nach § 11b SGB II bestimmen, wie viel vom eigenen Verdienst
einem Leistungsberechtigten bleibt. Ökonomisch ist das eine Lohnsubvention. Buchhalterisch
ist es nichts: Ein Freibetrag ist eine Nicht-Anrechnung, keine Zahlung.
Erwerbstätigenfreibeträge nach § 11b SGB II im Zeitverlauf
Zeitraum
Absoluter Freibetrag
Gestaffelter Freibetrag
Oktober 2005 bis April 2011
100 €
20 % von 100 bis 800 € · 10 % von 800 bis 1.200 € (mit Kindern 1.500 €)
April 2011 bis Januar 2023
100 €
20 % von 100 bis 1.000 € · 10 % von 1.000 bis 1.200 € (mit Kindern 1.500 €)
seit Januar 2023geltendes Recht
100 €
20 % von 100 bis 520 € · 30 % von 520 bis 1.000 € · 10 % von 1.000 bis 1.200 € (mit minderjährigen Kindern 1.500 €)
Seit 2023 zusätzlich: Ferieneinkommen von Schülerinnen und Schülern bleibt vollständig anrechnungsfrei. Freibeträge für Schüler-, Studenten- und Ausbildungsjobs entsprechen der dynamisierten Geringfügigkeitsgrenze.
Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Einnahmen und Ausgaben im SGB II (Jahreszahlen) ·
Vollerhebung aller SGB-II-Träger, Datenstandard XSozial-BA-SGB II Modul 1 · 2026 ·
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Strukturelle Lücke
Fiskalisches Volumen der Erwerbstätigenfreibeträge nach § 11b SGB II
Warum die Zahl fehlt
Ein Freibetrag ist eine Nicht-Anrechnung, keine Zahlung. Er erzeugt keinen Buchungssatz und taucht in keinem Haushaltstitel und keiner Ausgabenstatistik auf — obwohl er ökonomisch der größte Kombilohn-Mechanismus im System ist.
Nächstbeste Teilstatistik
Die Freibetragsstaffel selbst (§ 11b SGB II) in Verbindung mit der Einkommensverteilung der erwerbstätigen Leistungsberechtigten — daraus wäre eine Modellrechnung möglich, keine Messung
Wann sie erscheinen könnte
strukturell nicht vorgesehen
Das ist der methodisch bemerkenswerteste Befund dieses ganzen Datenbestands:
Die größte Lohnsubvention im deutschen Grundsicherungssystem ist in keinem Haushaltstitel und
in keiner Ausgabenstatistik sichtbar — nicht weil sie verschwiegen würde, sondern weil sie
rechtlich keine Ausgabe ist.
Was hier fehlt
Lücke — beschaffbar
Eingliederungszuschuss SGB II
Warum die Zahl fehlt
Der Zuschuss ist im Eingliederungsbudget enthalten und wird dort nicht getrennt ausgewiesen. Er trägt denselben Namen wie das SGB-III-Instrument, ist aber ein anderer Topf.
Nächstbeste Teilstatistik
BA-Statistik „Einnahmen und Ausgaben im SGB II", Ausgaben je Instrument
Wann sie erscheinen könnte
jährlich im 4. Quartal des Folgejahres
Lücke — beschaffbar
Einstiegsgeld
Warum die Zahl fehlt
Im Eingliederungsbudget enthalten, nicht getrennt ausgewiesen.
Nächstbeste Teilstatistik
BA-Statistik „Einnahmen und Ausgaben im SGB II", Ausgaben je Instrument
Wann sie erscheinen könnte
jährlich im 4. Quartal des Folgejahres
Lücke — beschaffbar
Arbeitsgelegenheiten
Warum die Zahl fehlt
Im Eingliederungsbudget enthalten, nicht getrennt ausgewiesen.
Nächstbeste Teilstatistik
BA-Statistik „Einnahmen und Ausgaben im SGB II", Ausgaben je Instrument
Wann sie erscheinen könnte
jährlich im 4. Quartal des Folgejahres
Lücke — beschaffbar
Leistungen zur Eingliederung von Selbständigen
Warum die Zahl fehlt
Im Eingliederungsbudget enthalten, nicht getrennt ausgewiesen.
Nächstbeste Teilstatistik
BA-Statistik „Einnahmen und Ausgaben im SGB II", Ausgaben je Instrument
Wann sie erscheinen könnte
jährlich im 4. Quartal des Folgejahres
Quellen dieser Seite
6 Fundstellen, davon 2 aus der amtlichen Statistik.
Alles Übrige trägt oben an der jeweiligen Zahl ein sichtbares Kennzeichen.
Das vollständige Verzeichnis steht unter Quellen.
Bundesagentur für Arbeit, Finanzentwicklung in der Arbeitslosenversicherung — Bericht über das Geschäftsjahr 2025 ·
inkl. Anlage FEBA SGB III, Datenstand 03.02.2026 · 12.02.2026 ·
Fundstelle öffnennicht-amtlichDie BA kennzeichnet ihre monatlichen Finanzdaten ausdrücklich selbst als „keine amtliche Statistik".
Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ), Ausgaben der Jobcenter für Teilhabe am Arbeitsmarkt (§ 16i SGB II) ·
Bund und die drei Stadtstaaten, 2019 bis Januar 2026 · 13.02.2026 ·
Fundstelle öffnennicht-amtlichErfasst nur gemeinsame Einrichtungen, nicht die zugelassenen kommunalen Träger — die tatsächlichen Ausgaben liegen höher.
Bundesagentur für Arbeit, Presseinfo 2026-04: Familien im Blick — die Bilanz der Familienkasse 2025 ·
Kinderzuschlag und Kindergeld, Jahresbilanz 2025 · 2026 ·
Fundstelle öffnennicht-amtlichPressemitteilung der Familienkasse, keine Fachstatistik.
Bundesministerium der Finanzen, Bundeshaushalt digital, Ist-Werte ·
Einzelplan 17, Kinderzuschlag, Ansatz 2025 · 10.08.2026 ·
Fundstelle öffnenDatenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Abruf über die interne Budget-API, offizielle API derzeit nicht erreichbar.
Bundesagentur für Arbeit, Analyse Arbeitsmarkt / Grundsicherung für Arbeitsuchende ·
Tabellenblatt „2.4 ELB-EWTTab"; aufbereitet in sozialpolitik-aktuell, Blatt abbIV81b · 09.07.2026 ·
Fundstelle öffnennicht-amtlichDaten amtlich (BA), Darstellung nicht-amtlich. Erscheinen mit rund drei Monaten Wartezeit.
Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Einnahmen und Ausgaben im SGB II (Jahreszahlen) ·
Vollerhebung aller SGB-II-Träger, Datenstandard XSozial-BA-SGB II Modul 1 · 2026 ·
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